Nahwärme Randegg

Im Jahr 2009 wurde von der Firma solarcomplex im Ortsteil Randegg ein Nahwärmenetz mit einer Netzlänge von circa 7 km, an welches inzwischen 145 Haushalte angeschlossen sind, installiert.
Die Beheizung erfolgt aus zwei unterschiedlichen Wärmequellen, die beide ausschließlich mit regenerativer Energie aus Holz CO² neutral befeuert werden. Beide stehen auf dem Grundstück des Mineralbrunnens Randegger Ottilienquelle. Ein Pelletskessel mit 700 kW Leistung lieferte schon vor Errichtung des Nahwärmenetzes Prozesswärme für die Flaschenwaschanlage der Mineralwasserfirma. Da mehr Sprudel im Sommer als im Winter getrunken wird, ist der Wärmebedarf der Randegger Ottilienquelle entgegengesetzt zum typischen Heizbedarf in Wohngebäuden im Sommer wesentlich höher als im Winter. Der Pelletkessel verfügte über erhebliche freie Leistungsreserven, gerade im Winterhalbjahr, was die Idee entstehen ließ, weitere Gebäude anzuschließen. Allein aus diesem Kessel wird eine Wärmemenge, die 140.000 l Heizöl entspricht, pro Jahr bereitgestellt.

Durch die große Resonanz wurde eine zweite Wärmequelle in Form einer Holzhackschnitzel Heizung mit 2 Megawatt Leistung notwendig. Dazu wurde auf dem Gelände der Randegger Ottilienquelle zusätzlich eine Heizzentrale mit 100.000 l Pufferspeicher errichtet. Durch die Nutzung der modernen Holzenergie anstelle von Öl und Gas wird in erheblicher Menge CO² eingespart. In Randegg werden rund 500.000 l Heizöl äquivalent ersetzt, dadurch werden rund 1.500 Tonnen CO² jährlich eingespart.

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