Bebauungsplanentwürfe in der Offenlage


Auf Grundlage der §§ 3 und 4 des Baugesetzbuches (BauGB) erfolgt die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Die sogenannte Offenlage richtet sich an die Bürger und an Träger verschiedener öffentlicher Belange, z.B. Behörden, Verbände.
 

Die Entwürfe der Bebauungspläne liegen für die Dauer eines Monats öffentlich im Bauamt aus. Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden.


Beteiligung gemäß §3 Abs. 2 und §4 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Riedweg" Gemarkung Murbach

Der Gemeinderat Gottmadingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19. Dezember 2017 den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und beschlossen, und beschlossen die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB, sowie die erneute Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB, durchzuführen.
 
Im Ortsteil Murbach gibt es seit einigen Jahren die Bestrebung am Ende des Riedweges die bestehenden landwirtschaftlichen Gebäude zu beseitigen und durch Wohnbebauung zu ersetzen, um dem Bedarf aus Murbach nach Wohnraum nachzukommen. Damals wurde planungsrechtlich eine Einbeziehungssatzung angedacht und mit dem Landratsamt Konstanz eine Lösung vereinbart. Diese Lösung soll nun mit dem neuen planungsrechtlichen Instrumentarium des vereinfachten Bebauungsplanes nach § 13b BauGB umgesetzt werden.
 
Der Bebauungsplan wird nach § 13b BauGB aufgestellt. Die Durchführung des Bebauungsplans erfolgt daher im Verfahren nach § 13a BauGB. Deshalb kann auf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 1 BauGB) und die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (§ 4 Abs. 1 BauGB) verzichtet werden. Auf eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, einen Umweltbericht nach § 2a BauGB und auf die Angaben nach § 3 Abs. 2 Satz 2, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, kann ebenfalls verzichtet werden.
 
Der Geltungsbereich ist im gültigen Flächennutzungsplan als „Mischbaufläche“ dargestellt, er wird somit aus dem gültigen Flächennutzungsplan entwickelt.

Typ Name Datum Größe
pdf Bekanntmachung mit Plan 15.02.2018 254 KB
pdf Plan 15.02.2018 1,9 MB
pdf Schriftliche Festsetzung und Begründung 16.02.2018 3,7 MB
pdf Umweltbeitrag mit Beitrag zum Artenschutz 15.02.2018 2,8 MB


Beteiligung gemäß §3 Abs. 2 und §4 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Oberwiesen"

Der Gemeinderat Gottmadingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19. Dezember 2017 den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und beschlossen, und beschlossen die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB, sowie die erneute Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öf fentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB, durchzuführen.
 
Um im Anschluss an die bestehende Bebauung entlang der Hilzinger Straße ein weiteres Flüchtlingswohnhaus bauen zu können, stellt die Gemeinde Gottmadingen den Bebauungsplan „Oberwiesen“ auf.
 
Die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt im beschleunigten Verfahren nach § 13b BauGB. Dieser Paragraph wurde zu Beginn des Jahres extra für die rasche Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum eingeführt.
 
Der Bebauungsplan wird nach § 13b BauGB aufgestellt. Die Durchführung des Bebauungsplans erfolgt daher im Verfahren nach § 13a BauGB. Deshalb kann auf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 1 BauGB) und die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (§ 4 Abs. 1 BauGB) verzichtet werden. Auf eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, einen Umweltbericht nach § 2a BauGB und auf die Angaben nach § 3 Abs. 2 Satz 2, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, kann ebenfalls verzichtet werden.
 
Der Bebauungsplan muss außerdem nicht aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden. Eine Anpassung des Flächennutzungsplans kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Der Geltungsbereich ist im gültigen Flächennutzungsplan als „landwirtschaftliche Fläche“ dargestellt.

Typ Name Datum Größe
pdf Artenschutzrechtliche Beurteilung Oberwiesen 15.02.2018 522 KB
pdf Begründung 15.02.2018 459 KB
pdf Bekanntmachung mit Plan 15.02.2018 272 KB
pdf Plan 15.02.2018 775 KB
pdf TextlicheFestsetzungen 15.02.2018 116 KB


Beteiligung gemäß §3 Abs. 2 und §4 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Neubau Realschule"

Der Gemeinderat der Gemeinde Gottmadingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19. Dezember 2017 den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und beschlossen die frühzeitige  Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB, sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB, durchzuführen.
 
Der Gemeinderat der Gemeinde Gottmadingen hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der notwendigen Generalsanierung bzw. dem Neubau der Eichendorff Realschule befasst. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden zuerst den Anforderungen an eine generalsanierte bzw. neue Schule erarbeitet und dann eine Mehrfachbeauftragung für die Generalsanierung bzw. den Neubau der Realschule durchgeführt.
 
Nachdem die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung vorlagen, hatte der Gemeinderat Anfang 2017 den Beschluss gefasst, die Realschule durch einen Neubau zu ersetzen. Nachdem man verschiedene mögliche Standorte verglichen hatte, wurde die Fläche hinter dem Schulsportplatz als bestmöglicher Standort ausgewählt.
 
Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Neubau Realschule“ liegt südlich der Rielasinger Straße und östlich des Schulsportplatzes und des evangelischen Kindergartens und ist im gültigen Flächennutzungsplan als „Gemeinbedarfsfläche“ und „Wohnbaufläche“ dargestellt. Der Flächennutzungsplan befindet sich aktuell in der Änderung damit die Darstellung im Flächennutzungsplan an die aktuelle Neubauplanung angepasst wird. Der Bebauungsplan wird damit, sobald die 4. Änderung des Flächennutzungsplans abgeschlossen ist, aus dem Flächennutzungsplan entwickelt.
 
Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:
 
Umweltbericht mit Bestandsplan und integriertem Grünordnungsplan
 
Naturschutzrechtlich geschützte Flächen befinden sich nicht im Plangebiet. Die Entwicklung des Schulgebäudes am südwestlichen Ortsrand von Gottmadingen erfordert, unter Berücksichtigung der Erschließung, der Nähe zur nördlich angrenzenden Wohnbebauung und der umgebenden Nutzung sowie der Erholungsvorsorge, eine landschaftsgerechte Durch- und Eingrünung.
 
Beurteilung der Umweltbelange
Fachgutachten liegen nach aktuellem Stand keine vor.
 
Eine artenschutzrechtliche Beurteilung zur Fläche wurde mit Datum vom 11.09.2017 vom Büro für Freiraumplanung Beate Schirmer Hilzingen verfasst. Die Gattung der Fledermäuse wurde in einer Relevanzabschätzung mit orientierender Fledermauserfassung von Herrn Klaus Heck, Konstanz am 21.05.2017 erarbeitet.
Eingriffe in die Schutzgüter Boden und Tiere und Pflanzen wurden mittels der Ökokonto-Verordnung ermittelt und bewertet. Geeignete Maßnahmen zum Ausgleich sind im Bebauungsplan festgesetzt. Voraussichtlich erhebliche Umweltauswirkungen im Sinne des § 2 Abs. 4 BauGB wurden im Schutzgut Boden ermittelt. Die nachteilig wirkenden Einwirkungen resultieren aus dem Verlust mittlerer bis hoher Bodenqualitäten und deren Bodenfunktionen, aus Versiegelung/Teilversiegelung, vor allem als Ausgleichskörper im Wasserhaushalt.
Als weitere voraussichtlich erhebliche Umweltauswirkung ist der Verlust landwirtschaftlich genutzter Ackerfläche anzuführen, die neben der Ausweisung von Schule und Freianlagen auch durch die Umwandlung von Acker in Grünland entsteht.
Die aktuell bestehende Immissionsbelastung durch Stäube, Gerüche und Lärm aus der Landwirtschaft wird sich für die nördlich angrenzenden Bewohner verbessern. Eine Erhöhung durch Pkw- und Busverkehr ist ebenso gegeben, wie ein erhöhtes Lärmpotential während der Schulzeiten. Das räumliche Planungskonzept berücksichtigt diese Problematik, durch Ausweisung des Pausenhofes südöstlich des Gebäudes.
Für das Landschaftsbild sowie die anderen Schutzgüter ergibt sich nach Entwicklung der geplanten Bepflanzung keine Erheblichkeit.
 
Abwägungsvorgang
Die im Umweltbericht empfohlenen Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Kompensation der erheblichen Umweltauswirkungen wurden nach Abwägung zwischen ökonomischen, sozialen und umweltschutzbezogenen Belangen in weiten Teilen des Bebauungsplans übernommen. Der Bebauungsplan reagiert auf die voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen mit geeigneten Festsetzungen, wie der Minimierung der Bodenversiegelung, der Versickerung von Oberflächen- und Dachwasser in den Randbereichen über bepflanzte Retentionsmulden (ca. 1.000 m²) und der Festsetzung einer Grünfläche/Obstbaumwiese (ca. 5.750 m²).
Die Art der Gehölzpflanzung orientiert sich an den gebietsheimischen Gehölzen, die geplante Obstwiese sorgt für eine landschaftsgerechte Einbindung. Zur Minimierung des Verlustes von Boden und Bodenfunktion trifft der Bebauungsplan Festsetzungen zur möglichst geringen Versiegelung der Böden.
 
Zum derzeitigen Verfahrensstand wurden noch keine umweltrelevanten Stellungnahmen abgegeben.
 
Negative Auswirkungen im Schutzgut Flora/Fauna durch die Inanspruchnahme von Ackerfläche werden durch umfangreiche Pflanzgebote ausgeglichen.
Bis auf -33.206 Ökopunkte wird das Defizit im Schutzgut Boden (-96.085 ÖP) schutzgutübergreifend im Schutzgut Flora/Fauna (+62.879 ÖP) unter anderem durch die angrenzende Ausweisung einer Streuobstwiese und in diesem Zuge die Verbesserung der Grundwassergüte (+22.151 ÖP) ausgeglichen. Der vollständige Ausgleich erfolgt im weiteren Verfahren durch Kompensationsmaßnahmen aus dem kommunalen Ökokonto der Gemeinde Gottmadingen.
 
Unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und zum Ausgleich der erheblichen Umweltauswirkungen durch die Bebauung sind keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten.

-Bekanntmachung (121 KB)
-Bebauungsplan (9,7 MB)
-Bestandsplan (760 KB)
-Textliche Festsetzungen (116 KB)
-Begründung (2,5 MB)
-Grünordnungsplan (1008 KB)
-Artenschutzrechtliche Beurteilung (4 MB)


Kontakt

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Bauamt
Johann-Georg-Fahr-Straße 10
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Fax 07731 908-120
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