Bebauungsplanentwürfe in der Offenlage


Auf Grundlage der §§ 3 und 4 des Baugesetzbuches (BauGB) erfolgt die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Die sogenannte Offenlage richtet sich an die Bürger und an Träger verschiedener öffentlicher Belange, z.B. Behörden, Verbände.
 

Die Entwürfe der Bebauungspläne liegen für die Dauer eines Monats öffentlich im Bauamt aus. Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden.



Beteiligung gemäß §3 Abs. 2 und §4 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Neubau Realschule"

Der Gemeinderat der Gemeinde Gottmadingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 17. April 2018 den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und beschlossen die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB, sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB, durchzuführen.
 
Die frühzeitige  Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit
hat in der Zeit vom 29. Januar 2018 bis einschließlich 5. März 2018 stattgefunden. Durch die eingegangenen
Stellungnahmen wurden nur kleine redaktionelle Änderungen des Bebauungsplans notwendig. Im Entwurf vom 3. April 2018 sind diese Änderungen bereits eingearbeitet.
 
Im gültigen Flächennutzungsplan ist der Geltungsbereich des Bebauungsplans als „Gemeinbedarfsfläche“ und „Wohnbaufläche“ dargestellt. Der Flächennutzungsplan befindet sich aktuell in der Änderung damit die Darstellung im Flächennutzungsplan an die aktuelle Neubauplanung angepasst wird. Der Bebauungsplan wird damit, sobald die 4. Änderung des Flächennutzungsplans abgeschlossen ist, aus dem Flächennutzungsplan entwickelt. Die 4. Flächennutzungsplanänderung ist inzwischen abgeschlossen und liegt zur Genehmigung beim Landratsamt Konstanz.
 
Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:
 
Umweltbericht mit Bestandsplan und integriertem Grünordnungsplan
 
Naturschutzrechtlich geschützte Flächen befinden sich nicht im Plangebiet. Die Entwicklung des Schulgebäudes am südwestlichen Ortsrand von Gottmadingen erfordert, unter Berücksichtigung der Erschließung, der Nähe zur nördlich angrenzenden Wohnbebauung und der umgebenden Nutzung sowie der Erholungsvorsorge, eine landschaftsgerechte Durch- und Eingrünung.
 
Beurteilung der Umweltbelange
Fachgutachten liegen nach aktuellem Stand keine vor.
 
Eine artenschutzrechtliche Beurteilung zur Fläche wurde mit Datum vom 11.09.2017 vom Büro für Freiraumplanung Beate Schirmer Hilzingen, verfasst. Die Gattung der Fledermäuse wurde in einer Relevanzabschätzung mit orientierender Fledermauserfassung von Herrn Klaus Heck, Konstanz am 21.05.2017 erarbeitet.
Eingriffe in die Schutzgüter Boden und Tiere und Pflanzen wurden mittels der Ökokonto-Verordnung ermittelt und bewertet. Geeignete Maßnahmen zum Ausgleich sind im Bebauungsplan festgesetzt. Voraussichtlich erhebliche Umweltauswirkungen im Sinne des § 2 Abs. 4 BauGB wurden im Schutzgut Boden ermittelt. Die nachteilig wirkenden Einwirkungen resultieren aus dem Verlust mittlerer bis hoher Bodenqualitäten und deren Bodenfunktionen, aus Versiegelung/Teilversiegelung, vor allem als Ausgleichskörper im Wasserhaushalt.
Als weitere voraussichtlich erhebliche Umweltauswirkung ist der Verlust landwirtschaftlich genutzter Ackerfläche anzuführen, die neben der Ausweisung von Schule und Freianlagen auch durch die Umwandlung von Acker in Grünland entsteht.
Die aktuell bestehende Immissionsbelastung durch Stäube, Gerüche und Lärm aus der Landwirtschaft wird sich für die nördlich angrenzenden Bewohner verbessern. Eine Erhöhung durch Pkw- und Busverkehr ist ebenso gegeben, wie ein erhöhtes Lärmpotential während der Schulzeiten. Das räumliche Planungskonzept berücksichtigt diese Problematik, durch Ausweisung des Pausenhofes südöstlich des Gebäudes.
Für das Landschaftsbild sowie die anderen Schutzgüter ergibt sich nach Entwicklung der geplanten Bepflanzung keine Erheblichkeit.
 
Abwägungsvorgang
Die im Umweltbericht empfohlenen Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Kompensation der erheblichen Umweltauswirkungen wurden nach Abwägung zwischen ökonomischen, sozialen und umweltschutzbezogenen Belangen in weiten Teilen des Bebauungsplans übernommen. Der Bebauungsplan reagiert auf die voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen mit geeigneten Festsetzungen, wie der Minimierung der Bodenversiegelung, der Versickerung von Oberflächen- und Dachwasser in den Randbereichen über bepflanzte Retentionsmulden (ca. 1.000 m²) und der Festsetzung einer Grünfläche/Obstbaumwiese (ca. 5.850 m²).
Die Art der Gehölzpflanzung orientiert sich an den gebietsheimischen Gehölzen, die geplante Obstwiese sorgt für eine landschaftsgerechte Einbindung. Zur Minimierung des Verlustes von Boden und Bodenfunktion trifft der Bebauungsplan Festsetzungen zur möglichst geringen Versiegelung der Böden.
 
Zum derzeitigen Verfahrensstand wurden noch keine umweltrelevanten Stellungnahmen abgegeben.
 
Negative Auswirkungen im Schutzgut Flora/Fauna durch die Inanspruchnahme von Ackerfläche werden durch umfangreiche Pflanzgebote ausgeglichen.
Bis auf -8.839 Ökopunkte wird das Defizit im Schutzgut Boden (-89.199 ÖP) schutzgutübergreifend im Schutzgut Flora/Fauna (+68.126 ÖP) unter anderem durch die angrenzende Ausweisung einer Streuobstwiese und in diesem Zuge die Verbesserung der Grundwassergüte (+12.234 ÖP) ausgeglichen. Der vollständige Ausgleich erfolgt im weiteren Verfahren durch Kompensationsmaßnahme ÖKM 8 (+10.081 ÖP) aus dem kommunalen Ökokonto der Gemeinde Gottmadingen.
 
Unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und zum Ausgleich der erheblichen Umweltauswirkungen durch die Bebauung sind keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten.

Typ Name Datum Größe
pdf Begründung 07.05.2018 2,6 MB
pdf Bekanntmachung der Offenlage mit Plan 07.05.2018 172 KB
pdf Bestandsplan Neubau Realschule Gottmadingen 07.05.2018 761 KB
jpg BPlan 2018 04 03.jpg 07.05.2018 2,4 MB
pdf Maßnahmenplan Neubau Realschule Gottmadingen 07.05.2018 1 MB
pdf Stellungnahmen GR 07.05.2018 69 KB
pdf Textliche Festsetzungen 07.05.2018 105 KB
pdf Umweltbericht Neubau Realschule 07.05.2018 14,9 MB


Beteiligung gemäß §3 Abs. 2 und §4 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Ebne Bildstöckle II – 1. Änderung"

Der Gemeinderat der Gemeinde Gottmadingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 17. April 2018 den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und beschlossen die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB, sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB, durchzuführen.
 
Im bisherigen Bebauungsplan „Ebne Bildstöckle II“ ist entlang der Friedhofstraße eine nichtbebaubare Fläche festgesetzt. Damit auch diese innerörtliche Lücke geschlossen werden kann ist es notwendig den Bebauungsplan zu ändern. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans „Ebne Bildstöckle II –1. Änderung“ ist im gültigen Flächennutzungsplan als „Wohnbaufläche“ und Grünfläche dargestellt. Der Bebauungsplan wird somit nur zum Teil aus dem Flächennutzungsplan entwickelt. Durch die Aufstellung des Bebauungsplans im Verfahren nach § 13a BauGB, ist es allerdings möglich den Flächennutzungsplan zu einem späteren Zeitpunkt anzupassen. Da das Bebauungsplanverfahren nach § 13a Baugesetzbuch (BauGB) durchgeführt wird, konnte auf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 1 BauGB) und die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (§ 4 Abs. 1 BauGB) verzichtet werden. Auf eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, einen Umweltbericht nach § 2a BauGB und auf die Angaben nach § 3  Abs. 2 Satz 2, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, kann ebenfalls verzichtet werden.

Typ Name Datum Größe
pdf Begründung 07.05.2018 490 KB
pdf Bekanntmachung Offenlage 07.05.2018 212 KB
jpg BPlan.jpg 07.05.2018 4,4 MB
pdf Textliche Festsetzungen 07.05.2018 110 KB
pdf Umweltbeitrag 07.05.2018 3 MB


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