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Hecken und Bäume zurückschneiden – Straßen und Gehwege müssen frei sein

Ansprechend gestaltete Vorgärten und Anpflanzungen beleben und verschönern das Ortsbild und tragen zur Verbesserung der Lebensräume von Mensch und Tier bei. Oft wächst dieser Bewuchs aber in den öffentlichen Straßenraum hinein und ruft Gefahrensituationen hervor.

Besonders gefährdet sind Kinder, die nach der Straßenverkehrsordnung bis zum vollendeten achten Lebensjahr mit ihrem Fahrrad den Gehweg benutzen müssen. Werden sie durch überhängende Äste oder Hecken zum Ausweichen auf die Straße verleitet, besteht erhöhte Unfallgefahr für sie. Neben der möglichen Verletzung des Kindes drohen dem Grundstückseigentümer erhebliche Schadenersatzforderungen.

Grundsätzlich sollte der Rückschnitt in der vegetationslosen Zeit erfolgen. Noch bis zum 1. März dürfen Hecken, Büsche und Bäume nahezu uneingeschränkt zurückgeschnitten werden.

Beim Ordnungsamt eingehende Hinweise und Beschwerden sowie selbst durchgeführte Ortsbesichtigungen zeigen, dass an Straßen, Einmündungen sowie an Fuß- und Radwegen immer wieder Behinderungen durch überragende Äste und zu breit oder zu hoch wachsende Hecken bestehen. Deshalb bittet die Gemeinde die Grundstückseigentümer und – Besitzer um ihre Mithilfe:
Bitte kontrollieren Sie, ob der Bewuchs auf Ihrem Grundstück in den Straßenbereich hineinragt und nehmen Sie die erforderlichen Rückschnitte vor. Prüfen Sie auch, ob Straßenlampen an der Grundstücksgrenze oder Schilder zugewachsen sind und deren Freischneiden erforderlich ist. Bitte bedenken Sie: Durch das Zuwachsen von Straßenlampen oder Schildern (z. B. Straßenbezeichnungen, Verkehrszeichen) wird die Verkehrssicherheit beeinträchtigt und die Orientierung von ortsfremden Personen insbesondere auch von Rettungsdiensten erschwert. Wenn der Bewuchs zu stark in den öffentlichen Verkehrsraum ragt, ist der Rückschnitt kein freiwilliges Handeln mehr, sondern wird nach den Bestimmungen des Straßengesetzes zur Pflicht: „Die Eigentümer und Besitzer von Grundstücken innerhalb der geschlossenen Ortslage sind verpflichtet, den von ihren Grundstücken auf öffentliche Straßen ragenden Bewuchs zu beseitigen“.

Beim Zurückschneiden ist das sogenannte Lichtraumprofil zu beachten:
Der Rückschnitt im Bereich von Geh- und Radwegen muss in einer lichten Höhe von mindestens 2,5 Metern bündig zur Grundstücksgrenze erfolgen. Dagegen muss die Fahrbahn bis zu einer lichten Höhe von 4,5 Metern von jeglichem Überhang frei sein (siehe Grafik). Bedenken Sie, dass Äste und Zweige durch Last, insbesondere durch Nässe und Schnee, in das Lichtraumprofil  ragen können. Daher empfehlen wir die Maße des vorgegebenen Lichtraumprofils um ca. 50 Zentimeter in alle Richtungen auszuweiten.
 
Auf öffentliche Straßen und Gehwegen ragender Bewuchs muss beseitigt werden. Sind Roden sowie radikale Schnitte an Hecken und Büschen erforderlich, so hat dies bis spätestens 1. März zu erfolgen. Danach verbietet das Bundesnaturschutzgesetz das Roden sowie radikale Schnitte an Hecken und Büschen zum Schutz von Tieren und deren Lebensraum, da insbesondere Vögel in dieser Zeit in den Gehölzen brüten. Rechtzeitiges Zurückschneiden ist jederzeit erlaubt und gewollt.

Vielen Dank für ihr Verständnis

(Erstellt am 20. November 2020)
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